
Hoch konvertierende Anzeigen-Creatives entstehen nicht aus dem Nichts. Hinter jeder erfolgreichen Kampagne steckt eine gründliche Wettbewerbsanalyse und die beharrliche Suche nach funktionierenden Werbe-Angles. Spy-Tools ermöglichen es dir, diese Daten in wenigen Minuten zu sammeln. Schauen wir uns an, wie Spy-Tools funktionieren und wie du sie effektiv einsetzt – anhand von Tyver als primärem Beispiel.
Ein Ad-Spy-Tool ist eine Software, die laufende Anzeigen aus verschiedenen Traffic-Quellen aggregiert und in einem einzigen, durchsuchbaren Feed darstellt.

In den Suchergebnissen erhältst du einen klaren Überblick über alle Creatives, die die Plattform gefunden hat. Jede Anzeigenkarte zeigt Ziel-Links, Ziel-Plattformen, Startdaten und oft wertvolle Leistungskennzahlen wie Impressionen und demografisches Targeting.
Um diese große Menge an Anzeigen zu sortieren, kannst du erweiterte Suchparameter, Filter und Sortiermechanismen nutzen. Du kannst nach bestimmten Keywords suchen oder nach GEO, Ziel-Plattformen, Anzeigenformaten und mehr filtern. Im Grunde genommen fungiert ein Spy-Tool als Suchmaschine für digitale Werbung – speziell für Wettbewerbsanalyse und das Reverse-Engineering erfolgreicher Angles.
Bei der Kreativproduktion fallen Media Buyer oft in zwei Extreme:
Ein Spy-Tool bietet den idealen Mittelweg:
Mit Wettbewerbs-Insights kannst du selbstbewusst eigene, einzigartige Creatives erstellen oder bestehende anpassen – mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit. Testen ist zwar immer Pflicht, doch eine vorgelagerte Wettbewerbsanalyse macht deine Tests schneller, genauer und deutlich günstiger.
Die Suchprinzipien bleiben gleich, doch jedes Vertical hat eigene Nuancen, die du in der Recherche berücksichtigen musst.
Die ersten Keywords für deine Nische zu sammeln, ist mit KI-Tools wie ChatGPT, Grok oder Gemini extrem einfach. Sobald du deine Keyword-Liste hast, starte die Suche im Spy-Tool.

Du wirst jedoch feststellen, dass viele keywordbasierte Ergebnisse zu WhatsApp-Chats, lokalen Ernährungsberatern oder Fitnessstudios führen. Wenn dein Ziel ist, reine Affiliate-Setups zu finden, musst du die Ergebnisse nach bestimmten URL-Strings filtern.

Affiliates verwenden fast immer Tracking-Parameter. Um Affiliate-Traffic zu isolieren, nutze die folgenden Tracking-Tokens als URL-Filter:
utmpixpixelad_idcamp_idsubUm mehrere Tokens gleichzeitig zu suchen, gib sie durch einen senkrechten Strich getrennt ein (der „ODER“-Operator): utm | pix | pixel | ad_id | camp_id | sub.

Damit verfeinerst du deinen Feed sofort und siehst vor allem Anzeigen, die von echten Media Buyern geschaltet werden. Um den gesamten Funnel zu reverse-engineeren, klicke einfach ins Creative und erkunde die Ziel-Links.

Profi-Tipp: Wie tief in einen bestimmten Advertiser eintauchen? Wenn dich eine Anzeige anspricht und du sehen willst, was dieser Buyer sonst noch schaltet, scrolle zum Abschnitt „Similar Ads“. Ein Klick öffnet eine eigene Seite mit allen aktiven Anzeigen, die von dieser spezifischen Facebook-Fanpage gestartet wurden.

Alternativ findest du alle aktiven Anzeigen, die auf dieselbe Root-Domain verweisen, indem du zum Tab „By Domain“ wechselst. Diese Methode deckt mühelos Dutzende, Hunderte oder sogar Tausende Anzeigen eines einzelnen Wettbewerbers auf – inklusive Laufzeit, Impressionen und der Info, ob der Fokus auf einer Nische oder mehreren liegt.

Betrachten wir ein weiteres populäres Vertical mit einer klassischen Query wie „girls nearby“. Um zu prüfen, ob es sich um ein Dating-Angebot handelt, kontrolliere die Landingpage-Links. Wenn die Weiterleitung zu einer Dating-Plattform führt, tauche über den Bereich „Similar Ads“ nach FB Page oder Domain tiefer ein. So wird aus einem interessanten Creative schnell eine Goldgrube mit über 100 verwandten Anzeigen.

Tyver führt aktiv dedizierte Vertical-Suchbuttons ein, um deinen Workflow zu vereinfachen. Ein E-Commerce-Button erscheint in Kürze, weitere Verticals folgen bald.

Die Nutzung ist nahtlos: Klicke auf den Button für dein gewünschtes Vertical, drücke „Search“, und das System befüllt deinen Feed automatisch mit relevanten Nischenanzeigen. Tyver plant zudem, in naher Zukunft Unterkategorie-Filter für jedes Vertical einzuführen.

Wenn du derzeit nach App-Install-Kampagnen suchst und der dedizierte Button noch nicht aktiv ist, kannst du die App Store- oder Google Play-Plattformfilter verwenden, um möglichst viel Mobile-App-Traffic zu erfassen.

Wenn du hingegen iGaming-/Casino-Angebote jagst, die App-Stores umgehen und direkt auf Web-Landingpages weiterleiten, nutze den URL-Filter-String und füge utm | sub ein, um diese Web-Funnel-Trackings zu erwischen.

Ähnlich wie im Nutra-Vertical basiert die Recherche in Finance und Crypto stark auf einer cleveren Keyword-Auswahl.

Starte breit mit Begriffen wie crypto, trading, credits oder loans und verenge dann den Fokus über URL-Fragment-Tracking oder App-Store-Filter. Im Finance-Vertical ist das Filtern nach Call-to-Action-(CTA)-Typen besonders effektiv.

Affiliates im Crypto-Bereich nutzen häufig spezifische CTAs:

Um schnell Dropshipping- oder White-Label-E-Com-Anzeigen zu finden, wende einfach den Filter E-com Platform an.

Wenn du nach einer bestimmten Produktkategorie suchst (z. B. Uhren oder Kleider), kombiniere diesen Filter mit einem passenden Keyword. Wenn du Anzeigen zu bestimmten globalen Marktplätzen aufspüren willst, gib den Marktplatznamen direkt in das Feld „In URL“ ein.

Folge diesem Schritt-für-Schritt-Algorithmus, um funktionierende Funnels zu entdecken:
utm, ad_id, pix). Für Mobile-Offers filtere nach App Store oder Google Play. Für Online-Shops filtere nach E-com platforms.

Hinweis: Wenn du deine Suchparameter sofort zurücksetzen und eine neue Anfrage starten möchtest, klicke einfach auf das „X“-Symbol neben dem „Search“-Button.

Die Nutzung eines Spy-Tools entspricht im Kern einer beschleunigten Marktforschungs-Kampagne – während du gleichzeitig Assets für deine eigenen Anzeigensets beschaffst. Durch die Kombination aus präzisen Filtern, GEO-Targeting und tiefen Advertiser-Recherchen kannst du in unter einer Stunde hochprofitable Funnels und Creative-Angles aufdecken.
Die goldene Regel bleibt: niemals blind Copy-Paste. Analysiere stattdessen die psychologischen Trigger, verstehe, warum der Angle funktioniert, und passe ihn durchdacht an deine eigenen Angebote und Kampagnen an.